Unser Fechtsport PDF Drucken E-Mail

Seit dem Ursprung der Menschheit bemühte man sich durch die Handhabung von Waffen das eigene Leben, Hab und Gut vor feindlichen Angriffen zu schützen.

Immer neue Waffen wurden entwickelt, die sich endtweder aufgrund ihrer Durchschlagskraft oder Handlichkeit unterschieden. Gleichzeitig wurde der eigene Körper durch Panzer, Helm und Schild geschützt.

Ganz allmählich wurden die Waffen immer leichter und gestatteten somit eine flexiblere Kampfgestaltung. In Deutschland wurde im Militär das Bajonettfechten der Musketiere und von den Offizieren das Fechten mit dem schweren Säbel betrieben.

An Universitäten entwickelte sich das akademische Bestimmungsfechten und wurde mit dem Korb- und dem Glockenschläger praktiziert.

Eine unrühmliche Entwicklung nahm das Duellfechten in den Kreisen des europäischen Adels durch die starke Zunahme von Todesfällen bei sog. Ehrenduellen, die dann endlich erfolgreich verboten und unterbunden wurden.

Den olympischen Bewegungen und den bürgerlichen Fechtvereinen in Deutschland ist es zu verdanken, dass sich Fechten von einer damals gefährlichen Körperertüchtigung zu einer ungefährlichen Sportart und interessanten Freizeitbeschäftigung entwickeln konnte.

Die Faszination des Fechtens zeigt sich bis heute in einem raschen Wechsel von Angriff und Verteidigung, in wechselnden Klingenparaden und Ausweichbewegungen mit dem ganzen Körper, in einer schnellen oder verzögerten, schwungvollen oder geradlinigen Gefechtshandlung innerhalb Sekundenbruchteilen.

Dennoch zeigt sich die vielgerühmte Leichtigkeit und Eleganz der Fechter in einem sportlichen Zweikampf, erst nach fleißigem und ausdauernden Übungsprozess.

Der charakterbildende Wert des Fechtens wird deutlich, wenn man mit hoher Leidenschaft um den Sieg kämpft, ihn aber auch alsbald uneingeschränkt dem Gegener gönnt, wie sich beim Fechtergruß zeigt, der jedes Gefecht beschließt.